Führung in großen Organisationen: Herausforderungen und Lösungsansätze
Strategiewerkstatt-Podcast mit Rexhep Daki
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Das Problem
In großen Organisationen wie der Tertianum-Gruppe mit über 7.000 Mitarbeitenden und 100 Häusern bleibt die Umsetzung von Führung und Strategie oft unsichtbar. Hoher administrativer Aufwand, unterschiedliche berufliche Entwicklungspfade und eine tief verwurzelte Schamkultur behindern den Aufbau von Vertrauen und Eigenverantwortung im Alltag. Bei Neuerungen oder strukturellen Veränderungen entstehen Unsicherheiten, die ohne systematische Begleitung zu verzögerten Entwicklungen führen. Lernprozesse entstehen durch persönliche Reflexion, die über den Arbeitsalltag hinausgeht.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Führungskompetenz entsteht aus der Fähigkeit, Situationen wahrzunehmen und Entscheidungen mit innerer Überzeugung zu treffen, unabhängig von formellen Titeln oder Positionen.
- Die Herausforderung, beruflich neu zu beginnen, besonders im fortgeschrittenen Alter, wirkt als psychologische Hürde, die über die rein fachliche Qualifikation hinausgeht.
- Hohe Anforderungen und strenge Strukturen sind notwendig, aber sie müssen mit einer Kultur der Unterstützung und des Verständnisses für individuelle Grenzen kombiniert werden.
- Scham – etwa bei finanziellen Schwierigkeiten oder dem Versagen, eigene Erwartungen zu erfüllen – ist ein tiefgreifendes Thema, das die Kommunikation und Zusammenarbeit in Organisationen beeinträchtigt.
- Lernprozesse, die im Alltag entstehen, sind effektiver, wenn sie vorab in Gesprächen und Reflexionen angesprochen werden, anstatt erst nach Misslingen zu entstehen.
- Die Leitung mehrerer hundert Häuser erfordert fundierte fachliche Kenntnisse und die praktische Fähigkeit, in komplexen Strukturen Entscheidungen zu treffen und umzusetzen.
Zahlen aus der Folge
- 100 — 100 — Anzahl der Häuser, die zur Firma Tertianum gehören
- 7000 — 7000 — Gesamtanzahl der Personen, die in der Tertianum-Gruppe beschäftigt sind
Häufige Fragen
Wie kann Scham in der Arbeitskultur reduziert werden?
Durch eine offene, vorab stattfindende Ansprache von sensiblen Themen wie finanzielle Schwierigkeiten oder Leistungsdruck. Wenn solche Themen im Alltag besprochen werden, entsteht Raum für Verständnis und Unterstützung statt Vermeidung.
Wie gelingt die Führung in einer Organisation mit 7.000 Mitarbeitenden?
Durch klare Verantwortlichkeiten, strukturierte Prozesse und eine Kultur, die persönliche Entwicklung und Selbstvertrauen fördert. Die Führung basiert weniger auf Hierarchie als auf Vertrauen und Verbindlichkeit im Alltag.
Warum sind neue Berufseinstiege im fortgeschrittenen Alter besonders herausfordernd?
Weil sie fachliche, emotionale und soziale Herausforderungen mit sich bringt – zum Beispiel den Vergleich mit Gleichaltrigen, die bereits abgeschlossen haben, oder den Druck, etwas zu beweisen, obwohl man bereits Erfahrung hat.
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